1.Männer

Trainer
Torsten Nischwitz

 

Pokal - TSV Marienfelde – KSV Ajax II 19:25

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in 1.Männer

Spielbericht Pokal 2.Männer vom 31.08.2019
TSV Marienfelde – KSV Ajax II 19:25


Das Rezept für ein (nennen wir es mal „engagiertes“) Pokalspiel
Man nehme einen ausreichend großen Dampfkochtopf – zur Not tut es auch eine Sporthalle der Marke „Neu, funktionell, komplett metallverkleidet“; auch hier lassen sich die zum Weichkochen zweier Handballteams erforderlichen Temperaturen und Luftfeuchtigkeitswerte mit Leichtigkeit erreichen. Dort hinein kommen nun zwei Teams die sich wie Bolle freuen, dass der gesamte Rest der Berliner Ligen mit Ausnahme einiger ganz weniger Mannschaften an diesem Wochenende dank eines Freiloses spielfrei hat und das schöne Wetter am See auskosten kann. Wichtig: Um dem Spiel die richtige Würze zu verleihen, müssen einige Mannschaftsteile (z.B. Trainer und Torwart) dringend entfernt werden! Hierzu eignet sich am besten ein attraktives Bundesligaspiel, das man in der Nähe veranstaltet. Dann alle Zutaten in die Halle, Tür zu, ein paar Mal kräftig umrühren und, naja, „geniessen“.

Wir waren zum TSV Marienfelde zur ersten Runde des diesjährigen Pokals geladen. Der geneigte Sportsfreund weiß, dass wir uns im letzten Auswärtsspiel der vorangegangenen Saison hier teilweise richtig schwertaten und beispielsweise in den letzten 10 Spielminuten nur ein Tor (und das durch einen 7m!) machen konnten. Dass die Marienfelder ein unangenehmer Gegner sein dürften, das war also klar. Schiedsrichten waren angesetzt, aber (wie so oft) nicht erschienen. Dafür pfiff der Heimtrainer allein, (wie immer) ein unangenehmer Job – danke dafür. Die tropischen Temperaturen in der Halle taten dann ihr Übriges, um ein anstrengendes Spiel zu verkünden. Durch einen strategisch geschickten Move (erster Einsatz Schmittis als Co-Trainer neben Thomas auf der Bank) hatten wir allerdings ausreichend Motivations- und Abkühlkisten für die Zeit nach dem Spiel zur Verfügung.

Das Spiel begann zäh wie schlechtes Gulaschfleisch. Zwar erzielten die Hausherren erst in der 7. Minute das erste Tor… allerdings hatten wir da trotz gehörigen Einsatzes auch erst drei Buden gemacht. Unsere Abwehr stand gut, vorne nutzen wir aber einfach unsere Möglichkeiten nicht. Das sollte sich durch das ganze Spiel ziehen: Wir betrieben Aufwand, liefen trotz der widrigen Umgebungsbedingungen sehr viel (leider meistens quer), und kamen einfach nicht in gute Wurfpositionen. Dazu kam, dass Marienfelde trotz nur einem Auswechselspieler richtig gut dagegenhielt. Das magere Halbzeitergebnis in diesem zeitweise ziemlich faden Samstagsbraten: 7:11.
Nach einer kurzen Abkühlung sollten wir unsere beste Phase des Spiels haben. Wir vergrößerten den Vorsprung von 4 auf 8 Tore (8:16 in der 42. Minute), indem wir endlich mal Spielzüge ansagten und schnell und druckvoll zu Ende spielten. Gleichzeitig stand die Abwehr solide, und auf Seiten Marienfeldes kam auch noch einiges an Wurfpech hinzu. Leider war dann auf unsere Seite ab der 45. Minute schon wieder ein wenig die Luft raus, teils befördert durch eine ganze Reihe zumindest seltsamer Schiedsrichterentscheidungen. Das ist aber keinerlei Vorwurf, man ist als allein pfeifender Unparteiischer einfach nicht in der Lage, alles zu sehen. Wir ließen uns aber aus dem Konzept bringen, verloren den Kopf (und öfter auch mal den Ball), und Marienfelde kam, angeführt von einer mit 120% kämpfenden Nummer 21 wieder etwas näher ran (17:21, 51. Minute). Zwar brachten wir den Eintopf noch erfolgreich auf den Tisch (Endstand 19:25), aber außer dem Durchhaltewillen und Einsatz auf beiden Seiten fehlte Einiges, was so ein Rezept beinhalten sollte (ok, ich gebe zu, die Kochmetaphern sind echt schwach!). Wir haben also noch vieles, an dem wir arbeiten können/müssen. Dennoch, die erste Runde ist überstanden, die Saison kann kommen! Wer uns unterstützen möchte, der sei gerne am nächsten Samstag, den 07.09. um 18:15 Uhr in die Ajax-Arena geladen. Im Berliner Südostderby geht es gegen unsere alten Freunde von Narva III.

Danke an die Chefköche auf der Bank (ein Dank insbesondere an Schmiddi für die „Digitales-Protokoll“-Kiste), und vielen Dank an die mitgereisten Fans… wir waren auf der Tribüne sicher nicht schwächer vertreten als die Heimmannschaft. So spielt man gleich nochmal viel lieber!

Mögen die Spiele beginnen!
Micha